



Zusammengestellt aus einigen der schönsten Arien für Sopran, Tenor und Bass die Mozart für seine zahreichen Sänger Freunde und Freundinnen komponiert hat.
Diese Arien, Juwelen der klassischen Gesangskunst, werden nur ganz gelegentlich für Konzertauftritte hervorgeholt.
Melkus hat gefunden dass sie dieses Schicksal nicht verdienen, und eine Rahmenhandlung dazu erfundenen die Mozarts Freundes und Liebesbeziehungen zu diesen betreffenden Persönlichkeiten, die er zum Teil mit Namen erwähnt, nachvollzieht und mit seinem Lebenslauf verbindet.

Eduard Melkus berichtet:
Mozart hat mich mein ganzes Leben hindurch begleitet und ist mir von Jugend an, ans Herz gewachsen. Erst vor einigen Jahren bin ich auf seine einzelnen Arien für Sängerinnen und Sänger gestoßen und habe ihre Schönheit bewundern gelernt. Von den frühesten Jahren bis zu seinem Tod begleiten diese Arien sein Werk. Sie wurden für Sängerinnen und Sänger komponiert, mit denen Mozart befreundet war und die vermutlich auch in seinen Opernaufführungen mitgewirkt haben. Im Gegensatz zu seinen Opern sind diese Arien viel weitläufiger und zum Teil dreifach so lang, als wir sie in seinen Opern finden. Sie sind bewusst komponierte Konzertstücke und für die Aufführung auf der Bühne zu lang, aber sie begleiten Mozart von der Jugend auf bis zu seinem Tod. In ihrer großen Zahl von über 40 Kompositionen stellen sie in meinem Gefühl einen wesentlichen Teil seines Schaffens dar. Mit unrecht wird dieser Teil von uns vernachlässigt. Sie sind von großer Schönheit und Originalität. Schade, dass sie bis jetzt in unserem Konzertleben so vernachlässigt werden und man höchstens von Zeit zu Zeit in einem Konzert die eine oder andre Arie als Virtuos Einlage einer großen Sängerin hören kann. Auch mir ist es so ergangen und ich habe bemerkt was mir dadurch bis jetzt entgangen ist. In mir wuchs das Bedürfnis diese einzelnen Meisterwerke öfter unserem Publikum nahe zu bringen, dabei kam mir die Idee, durch die Zusammenfassung der Arien durch eine Handlung sie auf die Bühne zu bringen. (In einer Opernaufführung hören wir zumindest 6 Soloarien). In ihrer Schönheit und Originalität stellen sie auch ein Abbild der jeweils bedachten Sängerinnen und Sänger dar. Auch sind die schönsten Arien in einer Bühnenhandlung durch Rezitative oder Sprechdialoge zeitlich genügend getrennt, sodass sich auch unser Ohr und unsere Aufmerksamkeit wieder erneuern kann. Die Arien, die Mozart den Empfängern auf den Leib geschneidert hat, geben durch den Stimmumfang und die eingesetzten Koloraturen ein getreues Abbild des Vermögens seiner jeweiligen Empfängerin. Sie sind auch vermutlich ein Abbild ihres Temperaments und ihres Geschmackes ihrer Text Wahl, sofern nicht ein schon vorliegender Text die Richtung bestimmt hat.
In der Anzahl der Sängerinnen gewidmeten Arien vermute ich auch, dass nähere Interesse und Freundschaft des Komponisten zu erkennen.
Der Titel "Amadeo Amadonne" ist mir eingefallen im Hinblick auf die populär gewordene Verfilmung oder auch Bühnenaufführung "Amadeus". Es kann ein Publikum zu dem wahren Mozart hinführen. Mozart als ein Mensch der zwischen Leichlebigkeit und Gott Gläubigkeit hin und herschwankt.

In einzelnen kurzen Szenen verfolge ich biografisch die Anlässe zur Entstehung der einzelnen Arien in verschiedenen Jahren und bin dadurchauf die frühen Jahre 1750, 1770 und 1777 gestoßen. Dann beginnt mit 1778 die große Zahl seiner Kompositionen ein, die über die Jahre 1781, 82, 86 bis zu seinem Tod geht.
Die Geschichte seines Freundes und Bundesbruder Fanz Hofdemel und seiner unglücklichen Frau Maria-Magdalena Pokorny-Hofdehmel, die durch Zeitungsartikel aus dem Jahr 1791 belegt ist, hat mich zu einer Rahmenhandlung inspiriert, die wie z.B. in Hoffmanns Erzählungen die einzelnen Bühnenszenen begleitet.
Viele Ideen und Informationen zu diesem Textbuch habe ich von meinem Freund Anton Gansberger empfangen.
Nachdem das gesamte Werk die Länge einer Trilogie hätte, haben wir versucht auch eine Fassung für einen Abend zusammenzustellen. In Zusammenarbeit mit Werner Pöschko und Herbert Baumgartner, und Dank des Lektorat durch Dr. Reinhard Hosch ist es uns gelungen eine schönes Hörbeispiel zu erstellen.


Originalmusik von Beethoven
Textbuch: Eduard Melkus
Bühnenmusiken zu "Ruinen von Athen" (1811), "König Stephan" (1811) und "Leonore Prohaska" (1814) zusammengefasst zu einer historischen Oper - Einrichtung und Textbuch von Eduard Melkus
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Eduard Melkus berichtet:
Beethoven hat außer der Musik zu Egmont – die doch gelegentlich gespielt wird – 3 weitere Bühnenmusiken komponiert, „die Ruinen von Athen“ (zur Eröffnung des Josefstädter Theater 1811), „König Stefan“ (zur Einweihung der Budapester Oper 1811) und zum Drama „Leonore Prohaska“ (1815, über eine deutsche Freiheitsheldin der napoleonischen Kriege von Duncker). Obwohl die zwei ersten Texte von A. Kotzebue sehr schön sind, sind sie – als Festspieltexte gedacht – kaum dramatisch und sind de facto völlig unbekannt.
Dabei birgt Beethovens Musik sehr bedeutende Teile. Sie zeigen wiederrum Beethoven in uns fast unbekannten Charakter: zum Beispiel, die wir aus dem Orkus aufsteigende Musik in der Ouvertüre zu den „Ruinen“ oder die orientalisch angehauchten Themen zur Darstellung der Türken und ein breites Band ungarischer Anklänge im „König Stefan“.
Mein Bestreben war ähnlich wie in der Oper „Dido“ – diese vergessende Musik zusammenzufassen und in einer Handlung Bühnenwirksam zu machen. Vielleicht gelingt damit die Möglichkeit sie öfters unserem Publikum nahe zu bringen.
König Bela IV., verlor in der Schlacht vom 11/12 April 1241 eine wichtige Schlacht bei Muhi (Muchi), die ihm zum Rückzug zwang. Da ihm Herzog Friedrich „der streitbare“ Hilfe verweigerte fand Bela in einer Höhle bei Baden Zuflucht. Sie ist auch heute noch als „Königshöhle“ bekannt. Seine Gemahlin, die Byzantinische Prinzessin Maria fand in der Inselstadt Trogir in der Adria Zuflucht.
Aus innerpolitischen Gründen zogen sich die Mongolen in ihre Heimat zurück und so konnte König Bela IV im Frühjahr 1242 wieder als Herrscher in Ungarn einziehen. Er verheiratete seine Tochter mit Stefan, dem Anführer des rebellischen Stammes, der Kumanen und befriedete so sein Land.

Die Handlung der Oper setzt bei Bela‘s Niederlage ein.
Im 1. Bild erleben wir Leute mit Sack und Pack auf der Flucht. Ebenso Bela auf seinem Rückzug und die triumphierenden Mongolen.
Im 2. Bild Bela vor der Höhle in Baden mit seinen Mannen.
Im 3. Bild in einer Vorstadt von Wien, Leonore, die in Männerkleidern an den Feldzug gegen die Mongolen teilnehmen will und ihren gefallenen Bruder betrauert. Sie erinnert sich an einen Reiter, dem sie aus dem Karpatenwäldern den Rückweg gezeigt hat, sie erkennt in Bela diesen Reiter wieder, er aber sie in Männerkleidern nicht und nimmt sie als Knappe auf.
Im 4. Bild wird die siegreiche Rückkehr Bela’s nach Ungarn gefeiert. Leonore zu Tode verwundet wird betrauert und von Bela zu spät als seine Retterin aus dem Karpatenwald erkannt. Bela verleiht den Ungarn ein neues Gesetzbuch und weissagt in einer Vision, Ungarn eine bessere glanzvolle Zukunft.

Foto: commons.wikimedia.org
Für Baden hat diese Oper auch einen interessanten lokalen Bezug:
die Königshöhle, in der Bela Zuflucht fand, befindet sich unterhalb der Ruine Rauheneck und ist auch heute noch einen kleinen Spaziergang wert.
Durch den historischen Bezug hat unsere Oper auch eine besondere interessante dramatische Handlung und bietet daher dem Publikum auch mehr Abwechslung.


in Baden bei Wien
Baden erlebt somit eine 2. Uraufführung einer Beethoven Oper.
Wenn es auch in Baden nur in einem kleinen Rahmen erfolgen kann,
so ist die Oper doch als große historische Oper für große Bühnen konzipiert und wird hoffentlich auch andere Bühnen in ihr Repertoire aufnehmen.
Veranstaltet vom Kulturamt der Stadt Baden und der CAPELLA ACADEMICA WIEN
mit Unterstützung der NÖ Landesregierung
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Historisch - Romantische Oper
Text: Prof. E. Melkus
29. August 2022, 19 Uhr
Frauenkirche Baden
Peter Lukan (Bela)
Monika Medek (Leonore)
Peter Goldner (Gyula)
Zu Gast:
August Breininger (Pater Julian)
Musikalische Leitung:
Andreas Brüger
CAPELLA ACADEMICA WIEN
Korrepetition:
Anton Gansberger
Notenmaterial:
Harald Schlosser
Bühnenbild:
Gerhard Gutruf
Kostüme:
Isabella Klein
Veranstaltungsort:
Frauenkirche - 2500 Baden bei Wien, Frauengasse 3
Eintritt frei - Spenden erbeten
Platz-Reservierungen empfohlen!
Ticketservice der Stadtgemeinde Baden im Beethovenhaus
2500 Baden, Rathausgasse 10
Tel.: 02252/86800 630
oder
Tel.: 0664/2106808
Originalmusik von Beethoven
Fast unbekannte Arien, Lieder, Chöre und Tänze zusammengefasst zu einer lyrischen Oper in 2 Akten,
Einrichtung und Textbuch von Eduard Melkus

Bild: William Turner - Dido Building Carthage [1815] - National Gallery London

Eduard Melkus erzählt:
In meiner Tätigkeit als Leiter der Beethoven Tage in Baden bin ich auf der Suche nach selten gespielten oder ganz unbekannten Beethovenwerken in die Bibliotheken gegangen, und habe dort einen außerordentlichen Schatz gefunden:
eine Reihe von unbekannten, italienischen Gesangswerke Arietten, Arien Duette und Terzette zugleich mit deutschen Singspielarien die er für verschiedene Freunde geschrieben hat, patriotische Chöre aus der Napoleon Zeit und zahlreiche Tänze.
Besonders der Fund der italienischen Arien die ich mir allmählich zusammengesucht habe war wie eine Schatzkammer, und haben mir ein völlig neues Beethovenbild veroffenbart.
Alle vor 1800 geschrieben zeigen ein Bild des fröhlichen und positiven 25 – 30 jährigen. Sie zeigen ein Beethovenbild alla „Italiana“. Erstaunlich wie er sich dem italienischen Stil völlig anpassen kann, ohne sich zu verläugnen. Ebenso die vier deutschen Singspielarien die einfühlsam im Wiener Komödienstil des Biedermeier geschrieben sind.
Die patriotischen Gesänge wiederspiegeln seine echt vaterländische Begeisterung und Liebe; und die Tänze nehmen zum Teil in ihrer Folklore und mit ihrem Schwung Johann Strauss Vater voraus.
Um diesen ganzen Schatz an die Öffentlichkeit zu bringen und einem interessiertem Publikum nahezubringen, ist mir die Idee gekommen, sie in einer Oper zusammenzufassen, und dieser mit einer Handlung und einem Libretto einen Sinn zu geben. Die Gestalt der Oper erlaubt es die Gegensätzlichkeit von Erhabenen und Volkstümlichkeit in den einzelnen Szenen genügend voneinander zu trennen damit sie sich nicht gegenseitig im Wege stehen.

Ich habe lange darüber nachgedacht, und an Hand der einzigen bekannten großen italienischen Arie „Ah, Perfido!“ (Op. 65) war mir nur ein tragisches Ende gestattet, das heißt Ariadne oder Dido, indem der Geliebte seine Frau verlässt. Die Wahl fiel auf Dido um nicht in Konkurrenz von Ariadne auf Naxos von Richard Strauss und Hugo v. Hoffmansthal zu treffen.

Bild: William Turner, Dido and Aeneas
(1814) - (THE TATE GALLERY, LONDON)
Die einzige heute noch populäre Oper über Dido ist „Dido und Aeneas von Purcell“ – somit ein ganzer anderer Stilbereich. Ich wählte als Thema den Hochzeitstag Dido und Aeneas der allerdings überschattet ist von einem Eid, dem Aeneas dem Kriegsgott Ares gegeben hat.
Die Musik schien mir so freudig und jugendlich positiv, dass mir ein so tragisches Ende nicht dazu passen wollte, somit bin ich dem Beispiel von Gluck – Calzabigi in ihrem Orpheo gefolgt und lasse die Oper im Gegensatz zum Original von Vergil versöhnlich enden.

Bild: William Turner
Der Untergang von Karthago (1817)
Für ein dazu passende Szenenbild fand sich, dass gerade zu Beethovens Zeit eine neue Auseinandersetzung mit dem Thema der Dido erfolgte. Ich erinnerte ich mich an die großartigen Werke von William Turner wie zum Beispiel „Der Untergang von Karthago“ von 1817 (seine Version des bedeutenden Gemäldes von Claude Lorrain aus dem 17.Jh), oder das Gemälde „Das Gebäude der Dido in Karthago“ von 1815.
Die Hafenlandschaft mit dem antiken Palast bilden eine schöne Ergänzung und ein ideales Bühnenbild.
Die Personen:
Dido, Königin von Karthago - Sopran
Äneas, Held von Troja - Tenor
Ares, Kriegsgott/Hermes Götterbote - Bass
Glaukos, ein Luftikus - Bariton
Cloris, junge Schuhmacherin - Sopran
Chor (mit Soli)
Tanzgruppe
Bühnenmusik (2Viol. und Bass, 2 Signalhörner)
3 ital. Sänger (Sopran, Alt, Tenor)

Äneas, Sohn der Venus und des Anchises, eines trojanischen Helden, ist auf dem Weg nach Sizilien in Karthago gestrandet. Dort verliebt er sich in die junge Königin Dido, die seine Liebe erwiedert. Er vergisst seine Bestimmung den Italikern beizustehen, wie er dem Kriegsgott Ares versprochen hat, als in dieser aus Troja rettete: Er soll den Italikern gegen die vordringenden Kreter beistehen.
Ihre gegenseitige Liebe wir überschattet von der Ahnung, dass Äneas eines Tages doch seiner Bestimmung folgen muss.

Die Beiden werden vom Volk gefeiert und zu ihrer Vermählung beglückwünscht. Daraus entwickelt sich ein fröhliches Treiben mit verschiedenen Tänzen, das durch das Auftreten des Glaukos, eines herumziehenden Musikus und großen Luftikus, unterbrochen wird. Er trifft unter den Anwesenden Mädchen auf die junge, schöne Schuhmacherin Cloris und versucht mit ihr anzubändeln. Eine große Arie der Dido, die über ihre erste Liebe reflektiert, schließt den ersten Akt.


Der zweite Akt beginnt mit einer froehlichen Volksszene und einer lustigen Kussszene zwischen Chloris und Glaukos und feiernden Gaesten.
Der Auftritt von Äneas unterbricht das fröhliche Treiben, der seine Leute wegen der Gefahr eines Sturmes zum Schiff schickt.
Dido warnt Äneas vor dem Sturm, und fuerchtet dass der Kriegsgott Ares dahinter steckt. Äneas versucht mit drei Canzonensängern Dido aufzuheitern.


Endlich tritt der Kriegsgott Ares tatsächlich auf, und fordert von Äneas den sofortigen Aufbruch. Die verlassene Dido sinkt schmerzerfüllt leblos zu Boden. Das Volk kommt zögernd und trauert um sie. Da tritt Ares gemeinsam mit Äneas auf, erweckt Dido wieder zum Leben und vereint das Paar. Ihre Liebe hat die Götter besänftigt. Die Liebe der Beiden hat gesiegt.
Alle aufgeführten Werke sind in Originaltonart und Originalfassung. Ausnahmen sind die Arietten und die Chöre die nur mit Klavierbegleitung überliefert sind und die nachinstrumentiert wurden.
Mit ganz wenigen Ausnahmen sind die einzelnen Nummern zwischen 1795 und 1800 entstanden. Beethoven zeigt sich in diesem Werk daher als jugendlicher Komponist noch vor dem Anfall seiner Schwerhörigkeit. Die Chöre um 1814 tragen einen männlichen Chor-Charakter. Die ausgewählten Werke sind ausschliesslich Einzelkompositionen aus der WoO-Reihe (Werke ohne Opuszahl). Die italienischen und franzoesischen Texte wurden ins deutsche übersetzt und geringfügig dem Charakter entsprechend der Handlung angepasst.
Die Personen:
Dido, Königin von Karthago - Sopran
Äneas, Held von Troja - Tenor
Ares, Kriegsgott/Hermes Götterbote - Bass
Glaukos, ein Luftikus - Bariton
Cloris, junge Schuhmacherin - Sopran
Chor (mit Soli)
Tanzgruppe
Bühnenmusik (2Viol. und Bass, 2 Signalhörner)
3 ital. Sänger (Sopran, Alt, Tenor)

Äneas, Sohn der Venus und des Anchises, eines trojanischen Helden, ist auf dem Weg nach Sizilien in Karthago gestrandet. Dort verliebt er sich in die junge Königin Dido, die seine Liebe erwiedert. Er vergisst seine Bestimmung den Italikern beizustehen, wie er dem Kriegsgott Ares versprochen hat, als in dieser aus Troja rettete: Er soll den Italikern gegen die vordringenden Kreter beistehen.
Ihre gegenseitige Liebe wir überschattet von der Ahnung, dass Äneas eines Tages doch seiner Bestimmung folgen muss.

Die Beiden werden vom Volk gefeiert und zu ihrer Vermählung beglückwünscht. Daraus entwickelt sich ein fröhliches Treiben mit verschiedenen Tänzen, das durch das Auftreten des Glaukos, eines herumziehenden Musikus und großen Luftikus, unterbrochen wird. Er trifft unter den Anwesenden Mädchen auf die junge, schöne Schuhmacherin Cloris und versucht mit ihr anzubändeln. Eine große Arie der Dido, die über ihre erste Liebe reflektiert, schließt den ersten Akt.


Der zweite Akt beginnt mit einer froehlichen Volksszene und einer lustigen Kussszene zwischen Chloris und Glaukos und feiernden Gaesten.
Der Auftritt von Äneas unterbricht das fröhliche Treiben, der seine Leute wegen der Gefahr eines Sturmes zum Schiff schickt.
Dido warnt Äneas vor dem Sturm, und fuerchtet dass der Kriegsgott Ares dahinter steckt. Äneas versucht mit drei Canzonensängern Dido aufzuheitern.


Endlich tritt der Kriegsgott Ares tatsächlich auf, und fordert von Äneas den sofortigen Aufbruch. Die verlassene Dido sinkt schmerzerfüllt leblos zu Boden. Das Volk kommt zögernd und trauert um sie. Da tritt Ares gemeinsam mit Äneas auf, erweckt Dido wieder zum Leben und vereint das Paar. Ihre Liebe hat die Götter besänftigt. Die Liebe der Beiden hat gesiegt.
Alle aufgeführten Werke sind in Originaltonart und Originalfassung. Ausnahmen sind die Arietten und die Chöre die nur mit Klavierbegleitung überliefert sind und die nachinstrumentiert wurden.
Mit ganz wenigen Ausnahmen sind die einzelnen Nummern zwischen 1795 und 1800 entstanden. Beethoven zeigt sich in diesem Werk daher als jugendlicher Komponist noch vor dem Anfall seiner Schwerhörigkeit. Die Chöre um 1814 tragen einen männlichen Chor-Charakter. Die ausgewählten Werke sind ausschliesslich Einzelkompositionen aus der WoO-Reihe (Werke ohne Opuszahl). Die italienischen und franzoesischen Texte wurden ins deutsche übersetzt und geringfügig dem Charakter entsprechend der Handlung angepasst.

Die Vorarbeiten und Einstudierung der Oper erfolgten trotz erschwerender Umstände in der Zeit des Lockdowns und kurz danach, sodass dank des Einsatzes eines sehr engagierten Teams eine Generalprobe im Juli in der Krypta der Peterskirche und die Uraufführung am 1. September 2020 in der Frauenkirche in Baden bei Wien möglich waren.
Maria-Magdalena CHRISTOVA (Dido) Marco ASCANI (Äneas)
Mirella ALEKSANDROVA (Ana) Hristina LAZAROVA (Cloris)
Florian M. WOLF (Palinurus-Glaukos/Ares)
Anton GANSBERGER (Klavier), Eri OTA-MELKUS (1. Violine),
Heidemarie HALBRITTER (2. Violine), Milkana SCHLOSSER (Viola),
Maria SALLAI (Violoncello), Walter BACHKÖNIG (Kontrabass)
Leitung: Prof. Eduard MELKUS

Im Juli 2021 erfolgte die erste deutsche Aufführung in erweiterter Form mit einem Kammerorchester unter der Leitung von Alexander Krins, Freund und Schüler von Eduard Melkus, mit großem Erfolg.

folgt im Wesentlichen dieser neuen Version, erweitert durch ein Sängerensemble, Mitgliedern des Schönberg Chors.
Mirella ALEKSANDROVA (Dido)
Marco ASCANI (Äneas)
Hristina LAZAROVA (Cloris)
Florian M. WOLF (Palinurus-Glaukos/Ares)
Mitgliedern des Schönberg Chors
Leitung: Alexander Krins mit seinem Orchester Cappella Cantabile
unter der Mitwirkung von Mitgliedern der Capella Academica Wien
Korrepetition: Anton Gansberger und Andreas Brüger
Die Auffuehrung fand im festlichen Rahmen des Grossen Saals des Badener Kasino statt:

Casino Baden, 2500 Baden, Kaiser Franz Ring 1